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Vogelgrippe

Hinweise zur Vogelgrippe

Quelle: www.bodenseekreis.de
In der Bodenseeregion grassiert die Vogelgrippe. An mehreren Stellen in Deutschland, der Schweiz und Österreich wurden in Seenähe verendete Wasservögel gefunden, bei denen im Labor das Virus H5N8 nachgewiesen wurde. Auch der Bodenseekreis ist davon betroffen. Das Influenzavirus ist hochpathogen, es macht die Vögel sehr krank, was sich in den hohen Fundzahlen toter Vögel widerspiegelt.
Bisher sind keine Fälle bekannt, bei denen das Virus H5N8 auf den Menschen übertragen beziehungsweise eine Erkrankung ausgelöst wurde. Dennoch rät das Veterinäramt des Bodenseekreises vorsorglich zu erhöhter Vorsicht:
Verendete oder erkrankte Vögel sollten nicht angefasst werden. Fachpersonal, das die Tiere beseitigt, soll Schutzkleidung tragen.
Wenn es einen versehentlichen Kontakt zu toten oder kranken Tieren gab, ist es ausreichend, sich die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife zu waschen.
Erkrankungen von Hunden sind bislang nicht beschrieben. Ein Kontakt mit toten Wasservögeln sollte aber vorsorglich vermieden werden. Außerdem wird empfohlen, im Uferbereich Hunde an der Leine zu führen.
Die Möglichkeit, dass sich eine Katze mit der Vogelgrippe ansteckt, wenn sie zum Beispiel einen infizierten Wasservogel fängt, ist zwar gegeben. Doch selbst wenn die Katze sich anstecken sollte, ist die Wahrscheinlichkeit einer Weitergabe oder einer Übertragung der Krankheit auf den Menschen als sehr gering einzuschätzen. Bislang wurde weltweit keine Übertragung der Vogelgrippe von einer Katze auf den Menschen nachgewiesen. Für eine Übertragung und Verbreitung der Vogelgrippe spielen Katzen deshalb nach derzeitigem Kenntnisstand keine Rolle.
Insbesondere im Uferbereich sollten Haustierhalter aber darauf achten, die Grundregeln der Hygiene im Umgang mit ihren Tieren zu beachten und die Hände nach dem Tierkontakt zu waschen.
Wer verendete Wasservögel gesichtet hat, sollte diese den Behörden melden. Landratsamt und Gemeinden werden sich dann um eine Beseitigung bemühen, sofern das praktisch möglich ist:
Meldung über die einheitliche Behördenrufnummer 115 (ohne Vorwahl, Mo. - Fr. 08:00 - 18:00 Uhr) oder direkt an das Rathaus der betreffenden Gemeinde. Nur außerhalb dieser Zeiten wenden Sie sich an die Polizei oder Feuerwehrleitstelle Friedrichshafen!
Genaue Angabe und Beschreibung des Fundorts.
Name und Kontaktmöglichkeit des Melders für eventuelle Rückfragen.
Aufstallpflicht für Geflügelhalter:
Sämtliches Hausgeflügel, wie beispielsweise Hühner, Puten, Enten und Gänse, muss in geschlossenen Ställen oder unter einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung untergebracht sein. Die Seitenbegrenzungen sind so zu sichern, dass keine Wildvögel in das Gehege eindringen können. Außerdem sind Biosicherheitsmaßnahmen zu befolgen, wie beispielsweise das Desinfizieren der Schuhe vor Betreten der Stallungen und das Tragen von Schutzkleidung. Auch sind Geflügelmärkte und ähnliche Veranstaltungen nunmehr verboten. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum 15. März 2017. Für Fragen steht das Veterinäramt des Bodenseekreises allen Geflügelhaltern im Landkreis gerne beratend zur Verfügung: Tel. 07541 204-5177 sowie E-Mail www.bodenseekreis.de.
Informationen für Geflügelhalter erhalten Sie über www.bodenseekreis.de!

(Erstellt am 17. November 2016)