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Einsatzreiche Woche

11 Einsätze innerhalb von 6 Tagen

In der vergangenen Woche wurde die Freiwillige Feuerwehr Überlingen zu insgesamt 11 Einsätzen unterschiedlicher Art und Größe alarmiert.
 
Neben zwei Brandeinsätzen waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr, auch in Folge der starken Regenfälle bei unwetterbedingten Einsätzen und kleineren technischen Hilfeleistungseinsätzen gefordert.
 
Den ersten Alarm der Woche erreichte die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag. Gegen 02.30 Uhr löste eine automatische Brandmeldeanlage in der Franziskanerstraße aus, welche den Einsatz der Feuerwehr erforderte. Nach der Erkundung vor Ort konnte kein brandschädigendes Ereignis festgestellt und somit schnell Entwarnung gegeben werden. Die Einsatzabteilung Stadt war mit einem sogenannten Löschzug unter der Leitung des diensthabenden Zugführers Dirk van de Loo im Einsatz. Neben der Feuerwehr waren auch der Rettungsdienst und die Landespolizei in den Einsatz miteingebunden.
 
Wie sich im Nachgang des Einsatzes, durch den vom Betreiber zur Klärung beauftragten Herstellers der Brandmeldeanlage herausstellte, war wohl eine Spinne im betreffenden Melder, der Grund für das Auslösen.
 
Am Donnerstagabend wurde gegen kurz vor 21 Uhr primär die Einsatzabteilung Nußdorf alarmiert. In der Straße Zum Hecht, im Überlinger Teilort Nußdorf, drohte massiv Wasser welches aus einem Gully drückte, in ein darunterliegendes Gebäude einzudringen. Mittels zwei Tauchpumpen gelang es den Einsatzkräften zunächst einen weiteren Anstieg des Wasserpegels zu verhindern. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde zur Unterstützung die Einsatzabteilung Stadt mit einer leistungsstarken Schmutzwasserpumpe, sowie zur Zuführung von Sandsäcken nachalarmiert. Mit vereinten Kräften gelang es zum einen den Wasserpegel derart zu senken, als auch mit Errichtung eines Sandsackwalls das Haus gegen ein Eindringen von Wasser zu schützen. Für den Verlauf der Nacht waren weitere starke Regenfälle vorhergesagt.
 
Nahezu zeitgleich zu dem in Nußdorf laufenden Einsatz, wurde der Abteilungskommandant der Einsatzabteilung Deisendorf alarmiert. In der Kirchgasse war in Folge der starken Regenfälle ein Storchennest abgestürzt. Nach der Erkundung durch den Abteilungskommandanten, war aber kein weiteres Eingreifen der Feuerwehr erforderlich.
 
Drei weitere Einsätze sollten jedoch aber im Verlauf der Nacht von Donnerstag auf Freitag noch folgen.
 
Gegen kurz nach halb fünf wurde zunächst die Einsatzabteilung Deisendorf alarmiert. Der durch den Ort laufende Riedbach ist im Bereich des „Bachecks“ über die Ufer getreten und hatte bereits Teile eines Wohngebäudes unter Wasser gesetzt. Nur wenige Minuten später wurde der diensthabende Zugführer der Einsatzabteilung Stadt aufgrund eines ähnlichen Meldebildes zur Erkundung in die Nußdorfer Straße alarmiert.
 
Zur Unterstützung der bereits im Einsatz befindlichen Kräfte, wurde daraufhin die Alarmierung der Einsatzabteilung Stadt veranlasst.
 
Primär galt es zur Absicherung der beiden Einsatzstellen und der zu erwartenden weiteren unwetterbedingten Einsätze, Sandsäcke zu füllen und den verschiedenen Einsatzstellen zuzuführen. Gegen sieben Uhr entspannte sich die Lage zunehmend, sodass die Einsatzkräfte wieder einrücken konnten.
 
Am Freitagnachmittag wurde die Einsatzabteilung Stadt gegen kurz nach 15 Uhr zu einem weiteren unwetterbedingten Einsatz alarmiert. In der Goldbacher Straße ist in einen Keller Wasser eingedrungen. Mit Hilfe von einem Wassersauger konnte das Wasser aufgenommen werden.
 
Am Samstagnachmittag wurde die Einsatzabteilung Stadt abermals alarmiert.
 
Gegen 16.18 Uhr wurde den Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Landespolizei ein brennendes Motorrad auf der Bundesstraße 31neu gemeldet. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr stand das Motorrad bereits in Vollbrand. Das Feuer wurde mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz und dem sogenannten Schnellangriff gelöscht. Die Wasserversorgung stellte das wasserführende Löschfahrzeug sicher. Augesgetretene Betriebsstoffe wurden mittels Bindemittel abgestreut. Verletzt wurde bei dem Einsatz glücklicherweise niemand. Der Fahrer des Motorrads konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
 
Nur wenige Stunden später erfolgte der nächste Alarm für die Wehrkräfte der Einsatzabteilung Stadt. Aufgrund eines psychiatrischen Notfalls wurde die Feuerwehr neben starken Kräften der Polizei und dem Rettungsdienst in Alarmbereitschaft versetzt.
 
Aufgrund eines vermeintlichen Seenoteinsatzes wurde gegen kurz nach 23 Uhr die Besatzung des Feuerlöschbootes nach Immenstaad alarmiert. Die Einsatzkräfte vor Ort konnten ein auf dem Bodensee treibendes Boot ausfindig machen, auf welchem augenscheinlich drei leicht unterkühlte und unter Alkoholeinwirkung stehende Personen festgestellt wurden. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Überlingen war kein Eingreifen erforderlich und die Einsatzfahrt konnte aufgrund der Rückmeldung der bereits vor Ort befindlichen Kameraden abgebrochen werden.
 
Weitere drei Stunden später wurde der diensthabende Zugführer der Einsatzabteilung Stadt alarmiert. Aufgrund eines an einem angeschwollenen Finger feststeckenden Rings wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit dessen Entfernung beauftragt. Mit Hilfe einer Hochleistungsfräse und viel Fingerspitzengefühl gelang dies, sodass der Patient nach kurzer Zeit aus seiner misslichen Lage befreit werden konnte.

Symbolbild Unwetter_FFW_ÜB