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Unwettereinsätze am 15. u. 16.06.2019

Unwetterfront zieht über Überlingen

In der vergangenen Nacht zog über das Gemeindegebiet der Stadt Überlingen eine schwere Unwetterfront mit Starkregen, Hagel und heftigen Sturmböen. In der Spitze wurden lokal Niederschlagsmengen von bis zu 80 Liter pro Quadratmeter aufgezeichnet. Die enormen Niederschläge samt den heftigen Sturmböen und das Gewitter haben großflächige Schäden im gesamten Stadtgebiet verursacht. Innerhalb kürzester Zeit wurden Straßen überflutet, Bäume entwurzelt und Keller sind voller Wasser gelaufen. In Summe rückte die Freiwillige Feuerwehr Überlingen zu mehr als 50 Einsätzen aus. Der erste Alarm für die Wehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr ging gegen 21.13 Uhr ein. Eine Brandmeldeanlage in der Franziskanerstraße löste aus. Noch während der Anfahrt zu diesem Einsatz erreichten weitere Notrufe die Feuerwehr. Nach und nach zeichnete sich das gesamte Ausmaß des Unwetters ab und bedeute für die Einsatzkräfte eine lange Nacht. Die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr sollten erst am Sonntagnachmittag gegen 14.00 Uhr wieder nach Hause können. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden bereits mehr als 50 technische Hilfeleistungseinsätze abgewickelt.  Insgesamt war die Freiwillige Feuerwehr Überlingen mit den Einsatzabteilungen Stadt, Bambergen, Lippertsreute, Nußdorf und der Führungsgruppe mit weit mehr als 100 Einsatzkräfte im gesamten Gemeindegebiet im Einsatz. In der Kernstadt trat der Nellenbach im Bereich des städtischen Friedhofes über seine Ufer und schwemmte die Wassermassen über die Zimmerwiese und den Zentralen Omnibusbahnhof auch in den tiefergelegenen Bahnhof, sowie über die Wiestorstraße und den Stadtgraben in die Innenstadt. Der Bahnverkehr musste daraufhin bis auf weiteres gesperrt werden. Zahlreiche Tiefgaragen und Kellerräume in der Wiestor-, sowie der Barbel- und Hochbildstraße sind daraufhin mit Wasser, Schlamm- und Geröllmassen vollgelaufen und mussten durch die Feuerwehr und viele fleißige Helfer ausgepumpt und gesäubert werden. Die auf die Straße gespülten Schlamm- und Geröllmassen wurden mit Hilfe eines Radladers, sowie Schaufeln und Besen beseitigt.  Auch das Krankenhaus wurde vom Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. Auch hier rückten die Wehrmänner mit Wassersaugern und Tauchpumpen an, um den Wassermassen Herr zu werden.  Zahlreiche endwurzelte und umgestürzte Bäume wurde zersägt. Ein Baum im Narzissenweg stürzte auf eine Garage und beschädigte das Dach und zog ein Auto in Mitleidenschaft. Neben der Feuerwehr war auch die Polizei und der städtische Werkhof bei vielen Einsatzorten in die Maßnahmen miteingebunden. Auch der Oberbürgermeister Jan Zeitler machte sich in der Nacht ein persönliches Bild der Lage. Bis alle Schäden verifiziert und beziffert werden können wird es noch Tage dauern. Für die Feuerwehr Überlingen
Daniel Dillmann
Pressesprecher Freiw. Feuerwehr Überlingen

Externe Berichterstattung:

Südkurier
Schwäbische
SWR